Fraunhofer IIS/Paul Pulkert

Unterstützung für Rettungskräfte im Katastrophenfall

Ein intelligentes Sensorpflaster soll im Katastrophenfall Rettungskräfte bei der Erstversorgung von Verletzten unterstützen. Entwickelt wird es in den kommenden Jahren in einem Verbundprojekt am Institut für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt THWS.

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Im Katastrophenfall kann es zu einer großen Zahl an Verletzten kommen, die schnellstmöglich medizinisch versorgt werden müssen. Die Reihenfolge der Behandlung legen die medizinischen Kräfte vor Ort entsprechend der Verletzung fest. Schwierig wird es, wenn die Ressourcen nicht ausreichen, um die Vitalwerte der Verletzten kontinuierlich zu überwachen, es also unbemerkt bleibt, wenn ein kritischer Zustand droht.

Dieses Problem wollen die Partner im Verbundprojekt „ViseKat – Vitalsensorikpflaster für den Katastrophenfall“ angehen, das im Juli am Institut für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) begann. Sie arbeiten an einem intelligentes Sensorpflaster, das Einsatzkräfte bei der medizinischen Versorgung von Patienten in Katastrophen- und Großschadenslagen unterstützt, in dem es kontinuierlich Herz- und Atemfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung misst. Diese Werte werden in Echtzeit an die zentrale Einsatzleitung weitergegeben, die auf eine Veränderung des Gesundheitszustands schnell reagieren kann.

„Mit dem Vitalsensorikpflaster wollen wir die Versorgung betroffener Personen entsprechend ihres Ist-Zustands bedarfsgerecht optimieren und so ihre Chancen auf Genesung steigern“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. med. Stefan Sesselmann. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen gewinne die Entwicklung innovativer Technologien für den Bevölkerungsschutz zunehmend an Bedeutung, so Sesselmann weiter.

Das Projekt erhält im Rahmen der Fördermaßnahme „Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung – VIP+“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt in den kommenden drei Jahren mehr als 600.000 Euro. Projektpartner sind neben dem IREM das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC.

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